Rund um die USA 2010, Teil 1

„Es war einmal“, so fangen wohl die meisten Märchen an. So auch für mich, nur dass dieses Märchen wahr wurde.

Es war einmal im August 2008 eine SMS auf meinem Handy. „Hol mal Deinen PPL nach, dann chartern wir nächstes Jahr in den USA ein Flugzeug und fliegen das Land ab“. Geschrieben von meinem alten, guten Freund Robert. „Okay“ war meine spontane Antwort, in Wahrheit war ich aber schon vollkommen aus dem Häuschen.

Spontan fuhr ich nach Helsinki und kaufte mehrere Reiseführer und eine Karte der USA. Diese klebte ich an die Wand in meinem Wohnzimmer und fing an Punkte einzutragen die ich sehen wollte. Es war schon reichlich ambitioniert; New York, Chicago, San Francisco, Los Angeles, Las Vegas, usw… .
..Halt, Moment! OSHKOSH ging es mir durch den Kopf. Jedem Flieger ist dieser Ort in Wisconsin ein Begriff. Es ist der Veranstaltungsort des jährlichen Airventures, der grössten Luftfahrtveranstaltung weltweit.
Ich war zweimal mit dem Auto dort gewesen. Eine Woche, ca. 600.000 Besucher, 16.000 Flugzeuge und das Ganze mit einer ganz besonderen Atmosphäre. Da müssen wir hin! Mit dem Flugzeug und daneben unsere Zelte aufbauen!

Am Ende hatte ich eine grobe Idee wie unsere Strecke aussehen könnte.

Tour

Danach ging es an die detailierte Planung. Ich bestellte alle Luftfahrtkarten (Sectional charts) der USA, fing an Striche (Flugrouten) in die Karten zu malen und Streckenberechnungen zu machen. Wir hatten inzwischen eine Piper PA28 Warrior mit 160 Ps in Florida reserviert, so dass ich auch die Flugzeiten berechnen konnte. 60-70 Stunden würden wir in der Luft verbringen.

So ganz nebenbei musste ich noch ein anderes Problem lösen. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt eine Segelfluglizenz und den Ultraleichtschein. Den Motorflugschein wollte ich schon lange machen, aber aus zeitlichen und sonstigen Gründen nie richtig in Angriff genommen. Jetzt hatte ich wohl einen Grund.
Mein Vater hatte einige Jahre zuvor seine Instrumentenflugberechtigung in Florida gemacht, seine Unterstützung hatte ich glücklicherweise und die richtige Flugschule war damit auch schnell gefunden.
Den ganzen Herbst machte ich fleissig Überstunden, lebte möglichst sparsam und büffelte für den US-PPL (Privat Pilot License) Theorie.
Im Februar 2009 war es dann tatsächlich soweit. Ich hatte das Vergnügen drei Wochen in einem Motel 6 in Venice, Fl zu wohnen, jeden Tag mehrere Stunden in einer Cessna 152 zu sitzen und Florida von oben anzuschauen. Am Ende hatte ich den PPL in der Tasche.

Zurück in Finnland griff eine Woche später das Schicksal nach mir. Magendurchbruch. Mit letzter Kraft gelang es mir um 4.00 den Krankenwagen zu rufen, am nächsten Morgen fand ich mich auf dem Operationstisch wieder.
Nach einer Woche im Krankenhaus war ich wieder Zuhause, abgemagert, kraftlos und meinem jugendlichen Glauben an die Unverwundbarkeit geraubt.

Ich kam nur langsam wieder auf den Damm, so dass wir uns schliesslich entschlossen, das ganze Projekt um ein Jahr zu verschieben.

Bis in das Frühjahr 2010 liefen die Vorbereitungen nur schleppend, so dass wir uns beide sagen mussten „Jetzt aber los, sonst wird das nichts“. Wir waren inzwischen überein gekommen, dass wir uns besser um eine Piper Archer umsehen. Diese hat, im Gegensatz zur Warrior, 180 Ps.
Es war dann Robert, der in St. Petersburg unsere N82746 gefunden hat. Die Gute hat inzwischen ein paar Jahre auf dem Buckel, ist aber gut gewartet und war uns immer eine gute Gefährtin.
Als ich 2012 in Florida war, habe ich ihr extra einen Besuch abgestattet, 2016 bin ich sie wieder geflogen und diesen Sommer werde ich sie wieder nach Oshkosh fliegen. Kurz, Robert hat damit den Grundstein einer echten Liebesbeziehung gelegt.

Nach zwei Jahren Planung; es wird wahr!

Tja, und dann ist es plötzlich soweit. Raus aus der Firma, nach Hause, Sachen packen.

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Wie wenig der Mensch für vier Wochen USA doch braucht..

Am nächsten Tag habe ich erstmal einen kurzen Flug vor mir; Helsinki-Frankfurt. Robert kommt direkt von der Arbeit und holt mich vom Flughafen ab. Im Biergarten um die Ecke gibt es Abendessen und ein letztes Briefung.

Am nächsten Morgen bringt uns die S-Bahn zunächst zum Frankfurter Flughafen und ein paar Stunden später sitzen wir im Flugzeug Richtung Charlotte, North Carolina. Die endlos scheinende Zeit vertreibe ich mir mit einem weiteren Refresher zum Thema amerikanische Lufträume und Luftfahrtregeln.

Aber irgendwann sind auch diese 10 Stunden überstanden und nach der üblichen Einreiseprozedur geht es weiter nach Tampa. Unterwegs bekommen wir eine Lektion zum amerikanischen Wetter, in Form von Gewittern die wir weiträumig umfliegen.

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Und schliesslich ist es geschafft. Wir sind in Tampa angekommen, nehmen unser Mietauto an und fahren nach St.Petersburg.

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Am nächsten Morgen fallen wir, dank Jetleg, früh aus den Betten. Nach einem halbwegs reichhaltigen Frühstück geht es zum Albert Whitted Airport. Hier begegnen wir zum ersten Male N82746, erneuern unsere BFRs und machen gleichzeitig Einweisung auf das Flugzeug. Alles läuft amerikanisch entspannt ab, so dass wir uns bei der Flugschule, bzw. Vercharterer, gut aufgehoben fühlen.

Am Nachmittag fahren wir Richtung Norden zu einem grossen Campingshop. Unsere Einkaufsliste ist lang; Klappstühle, Klapptisch, Grill, Holzkohle, Bunzenbrenner, usw. Man könnte sagen, wir verwandeln N82746 quasi in ein fliegendes Wohnmobil (Robert hat uns schon fliegende Holländer getauft).
Es mag sein, dass ich zuviel Richard Bach gelesen habe, aber ich habe die wildromantische Vorstellung von der abendlichen Landung auf einem einsamen Flugplatz, Zelte neben das Flugzeug und Würstchen auf dem Grill. Wenn man dann noch den Abend mit einem Bierchen ausklingen lässt, dann kommt es meiner Vorstellung vom freien Fliegerleben schon sehr Nahe.
Dass verträumte Theorie und Wirklichkeit zwei verschiedene Dinge sind, müssen wir schon am nächsten Tag lernen. Aber dazu später mehr..

Und los gehts!

Nach einer weiteren Nacht im Motel sind wir früh auf dem Flugplatz und packen unseren ganzen Kram in N82746, geben das Auto ab und sitzen endlich im Flieger. Ich habe die Ehre den ersten Flug machen zu dürfen.
„Piper 746, you are cleared for take off runway 7“ ertönt es aus dem Funk.
„Piper 746, cleared for take off runway 7, depaturing to the South“ antworte ich und rolle auf die Bahn, gebe Gas und schon sind wir unterwegs.
(für die europäischen Flieger: es heisst dort tatsächlich Piste 7, statt 07)

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Noch leicht verspannt, aber endlich unterwegs

Wir machen zunächst einen grossen Bogen um Tampa Airspace und schwenken dann Richtung Norden. Unser erstes Ziel ist Brunswik in Georgia, dort werden wir auf die Atlantikküste treffen.IMG_1124

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Der Atlantik ist erreicht

Nach ca. zwei Stunden sind wir da. Nach der Landung werden wir direkt im Funk gefragt ob wir tanken wollen. Wir bejahen es und schon wartet der Ramp-Boy um uns in Empfang zu nehmen. Nach dem tanken entern wir das FBO und uns wird erstmal eine Flasche Mineralwasser und Kaffee angeboten.

Hier muss ich einfügen was es bedeutet in Deutschland auf einem Fluplatz zu landen und was es in den USA bedeutet.
In Deutschland landet man und geht zur Flugaufsicht (bzw. auf den Tower) um seine Landegebühren zu zahlen. Diese können, je nach Gewicht des Flugzeuges, auf einem unkontrollierten Platz an die 25 € sein. Hat man diese abgedrückt, geht man wieder.
In den USA gibt es so etwas nicht, stattdesen ist das FBO (Fixed base operator) Anlaufpunkt. Das sind Büros, die vom Verkauf von Benzin, Kartenmaterial, usw. leben, sowie behilflich bei Hotelsuche, Mietwagen und Weiterem sind. Kleine Erfrischungen für den Piloten gehören zum Service einfach dazu.

Wir arbeiten uns langsam, über South Carolina in Richtung North Carolina vor. Inzwischen hat sich das Wetter leider verschlechtert, bleibt aber noch gut fliegbar. Am späten Nachmittag treffen wir auf die Outer Banks, mein Traumziel Ocracoke ist zum greifen Nahe.

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Outer Banks
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Kurz vor Ocracoke

Ocracoke Diesen Namen werden wir wohl bis zum Lebensende nicht mehr vergessen. Diesen kleinen Ort auf den Outer Banks hatte ich schon vor Monaten ausgemacht. Er hat direkt an der Atlantikküste einen kleinen, unbesetzten Flugplatz. Das heisst, es gibt nur eine Landebahn und ein Vorfeld, sonst nichts. Genau richtig um unsere Flieger-Camping Saison zu eröffnen. Dachte ich..

Am frühen Abend setze ich (wir wechseln uns bei jedem Flug ab) N82746 bei reichlich Seitenwind auf die schmale Piste. Zunächst freuen wir uns über den tollen Flugtag und dass wir es soweit geschafft haben. Die Freude verfliegt allerdings bald nachdem wir ausgestiegen sind und unsere Glieder strecken. Stechmücken! Nicht nur ein paar, richtig viele. Dazu sind sie, im Gegensatz zu den finnischen Kollegen, nicht hörbar. Das sind ja schonmal tolle Aussichten.
Nach so einem Tag möchte man sich ja gerne erfrischen, aber wo keine Dusche, da ein Problem. Nun, dann nehmen wir halt die ziemlich grosse Badewanne nebenan. Wir gehen also im Atlantik schwimmen, was in der Tat sehr erfrischend ist, Salzkruste inklusive.

Danach laufen wir ca. 3 km in den Ort um einzukaufen; Würstchen, Brot und Bier. Zurück auf dem Flugplatz lagern wir unsere Vorräte zunächst fachgerecht ein. Es gibt, wie auf den meisten unbesetzten Flugplätzen, ein kleines Häuschen um Flugvorbereitungen machen zu können. Diese sind mit einem Zahlenschloss versehen, „Squak VFR“ steht daneben. Jeder Flieger weiss dass der allgemein gültige Transpondercode für Sichtflüge gemeint ist. Gibt man ihn ein, springt die Tür auf. Innen findet man dann einen Computer mit Internetanschluss und was man sonst alles braucht um den Flug vorzubereiten.
Hier auf Ocracoke ist die Klimaanlage so niedrig eingestellt, dass wir das Häuschen als Kühlschrank nutzen können.

Wir machen uns auf den Weg Richtung Flugzeug, da entdecke ich ein grosses Schild „No camping, no open fire, no nothing“. Um der Sache Nachdruck zu verleihen tront über dem Schild eine Infrarotkamera.
Wir sind müde, hungrig, werden seit Stunden von den Mücken malträtiert und dann noch sowas!
Aber es hilft nichts, wir laufen noch einmal in den Ort. Nachdem wir jeweils eine grosse Pizza vertilgt haben, geht es uns wieder besser.

Zurück am Flugzeug setzen wir uns in unsere Klappstühle und versuchen den Abend mit einem Bierchen ausklingen zu lassen, aber die Schlacht mit den Mücken veranlasst Robert sich bald in sein Zelt zu verkriechen. Ich bleibe nach eine Weile standhaft, geben dann aber auch bald auf.

Als ich am nächsten Morgenaufwache und auf das Fliegengitter des Zeltes schaue, komme ich mir vor als wäre ich die Waren eines Kaufhauses welches eine Rabattaktion startet. So eine, wo Menschenmassen vor dem Eingang übernachten, nur um sich bei Öffnung auf die besten Angebote stürzen zu können.
Hunderte diese verfluchten Mücken warten nur darauf dass ich aus dem Zelt komme. Ich verscheuche sie mit mehreren Schlägen gegen das Gitter und entkomme somit meinem Gefängnis.
Robert ist auch aufgestanden, wir verschlingen schnell unser Frühstück, putzen Zähne, Gesicht und Hände mit Hilfe von Trinkwasser aus der Flasche, für mehr reicht es nicht. Anschliessend packen wir unser Hab und Gut ins Flugzeug. Nur schnell weg von hier, die Biester fressen uns schon wieder auf.

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Wir fliegen weiter an den Outer Banks entlang Richtung Norden. Zunächst ist es diesig, aber bald wird es besser und richtig warm.

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Nach nur 20 min Flugzeit sind mir im Endanflug auf Kitty Hawk. Ein schönes Hilfsmittel bei den unbesetzten Flugplätzen ist das AWOS (Automated weather observation system). Per Funk kann man die wichtigsten Wetterdaten abhören.
Was wir zu hören bekommen ist allerdings weniger schön; 15-20 Knoten Seitenwind und das bei einem Flugplatz, der in einer Waldschneise liegt. Das kann ja lustig werden. Ich bin jedenfalls froh, dass Robert am Steuer ist, hat er doch wesentlich mehr Erfahrung auf der Archer.
Im kurzen Endanflug werden wir tatsächlich ordentlich durchgeschüttelt, unterhalb der Baumwipfelhöhe wird es besser und Robert setzt N82746 sauber auf die Bahn. Uff..

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Der Flugplatz nennt sich First Flight Airfield. Nebenan soll den Wright Brothers am Morgen des 17. Dezember 1903 der erste Motorflug geglückt sein.

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Amerikanisch korrekt war es dann auch gleich der erste Flug überhaupt. Dass Otto Lilienthal in Anklam schon 1892 geflogen ist und sein Buch „der Vogelflug als Grundlage der Fliegekunst“ Vorlage der Wrights war, ist nicht so wichtig.
Man kann ebenso davon ausgehen, dass der deutschstämmige Gustav Weisskopf schon 1899 mit einem motorgetriebenen Flugzeug flog, ebenso Karl Jatho (Hannover August 1903).
Spannend wird es, wenn man sich das berühmte Bild des ersten Fluges genauer ansieht (Link). Ich habe vor einiger Zeit einen sehr interessanten Artikel gelesen, welcher das Bild klar als Fake entlarvt. Alle Punkte fallen mir nicht mehr ein, aber
-Metrologische Daten belegen, dass der Tag sehr kalt und windig war, Wilbur steht im Sako daneben. So kleidet sich wohl niemand, der den ganzen Tag in der Kälte ist.
-Für den von Wilbur Wright beschriebenen Startablauf passen Position von Startschiene und Flugzeug nicht zusammen
-Der Schatten ist genau unter dem Flugzeug. Im Dezember und bei dem Breitengrad nicht möglich.
-Die Tragflächen hängen nach unten, als ob der Flieger am Boden steht. Im Flug müssten sie sich ein Stück nach oben biegen (später Flugbilder belegen dies auch).
-Am augenscheinlichsten ist der hohe Anstellwinkel des Höhenruders. Ein Canard (Flügel hinten, Höhenleitwerk vorne) müsste sich bei dieser Konfiguration sofort aufbäumen.

So, genug gemäckert. Wir laufen zunächst zum Monument und machen ein paar Heldenaufnahmen.

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Robert
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Meine Wenigkeit in „Fliegerhose“
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Die nachgebauten Schuppen.

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Wir machen uns wieder auf den Weg, den wir wollen heute Abend noch in New York sein!

Der Tag wird immer heisser, teilweise gibt uns ATIS 40 Grad an. Bei einer Zwischenlandung hat Robert die Erkenntnis, dass wir tatsächlich in einem Backofen sitzen; Oberhitze (Sonne), Unterhitze (dunkle Ledersitze) und Umluft (Wir lassen beim rollen die Türe etwas offen um frische Luft in das Cockpit zu bekommen).

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Weiter an der Küste entlang (auf dem Bild überfliegen wir eine Bucht, weshalb es erscheint, als würden wir auf das Meer hinaus fliegen)

Wenn man nun bedenkt, dass wir am Abend zuvor nur kurz schwimmen waren, so kann man sich vorstellen, dass uns gegen Nachmittag langsam nicht mehr wohl in der Haut ist. Aber es hilft alles nichts, die nächste Dusche ist noch weit weg.

Wir machen mal wieder Zwischenlandung und laufen plappernd im FBO an der geöffneten Türe zum Flugvorbereitungsraum vorbei. „Seid ihr aus Deutschland?“ hören wir hinter uns. Als wir uns umdrehen steht da eine äusserst attraktive Dame, geschätzt 40-45 Jahre und erzählt sofort im besten Deutsch, dass sie mehrere Jahre in Köln gelebt hatte. So herzlich wie sie ist, wir bleiben trotzdem auf Sicherheitsabstand, bzw. Geruchsabstand…
Ein paar Minuten später sitzen wir auf einem Sofa, die Karten auf dem Couchtisch und machen Flugvorbereitung. Da ist sie wieder und setzt sich genau zwischen uns um ein paar Tipps zu geben. Normalerweise wäre es ja eine Situation die mir überhaupt nicht unangenehm wäre, aber in diesem Fall rutsche ich doch etwas zur Seite. Robert macht es genau so.

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Immer weiter durch die Hitze

Aber last, but not least sind wir im Endanflug auf Monmouth Executive Airport

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Der Flugplatz liegt ca. 60 km südlich von New York. Wir wollen uns aus dem komplizierten Luftraum von NY heraushalten.

Aber wie nach Manhattan kommen?
Robert: „Mietwagen“
Ich: „Bist Du verrückt? Mit dem Auto nach Manhattan rein?“
Robert ist ständig mit dem Auto in Frankfurt drin, ich, als Finne, nutze bevorzugt öffentliche Verkehrsmittel um nach Helsinki rein zu kommen.
Die Dame im FBO erkundigt sich nach nach Taxipreisen, Zuge gibt es nicht, und meint „Taxi 160$, Auto für einen Tag 36$“. „We take the car“ sagen wir gleichzeitig.

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Wir beladen das Auto und fahren los. Es ist schon dunkel als wir uns Manhattan nähern und uns in das Verkehrsgewühl stürzen. Ich hätte es mir nicht antun wollen, aber Robert meistert die Sache ganz einwandfrei.
Irgendwann um 22.00 sind wir endlich im Hotel, welches direkt neben Ground Zero liegt, angekommen.
Als ich im Zimmer bin lasse ich einfach alles fallen, reisse mir die verschwitzten Kleider vom Leibe und springe unter die Dusche. Was für ein Genuss!

Wie neu geboren gehen wir noch in die Stadt, fliegen wollen wir erst am nächsten Abend, so dass wir es etwas lockerer nehmen können. Zunächst machen wir ein wenig nächtliches Sightseeing.

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Me too 😀

Wir sind in zwei Tagen von Florida nach New York geflogen. Ist das kein Grund zu feiern? Wir tun es, aber nach dem anstrengenden Tag bedarf es keine grosse Anzahl von Budweisern um den Tag recht lustig ausklingen zu lassen…

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Am nächsten Morgen spielen wir für ein paar Stunden ganz gewöhnliche Touristen.

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Central Park
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Empire State Building
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Ground Zero

Am frühen Nachmittag machen wir uns wieder auf den Weg. Wir wollen noch 2-3 Stunden fliegen, aber als wir uns dem Flugplatz nähern bilden sich bedrohliche Gewitterwolken. Ein kurzer Anruf bei der Wetterberatung und es ist klar, das wird heute nichts mehr. Wir verlängern das Mietauto um einen Tag und machen uns auf die Suche nach einem Motel. Gerade als wir in das Auto einsteigen öffnet der Himmel alle Schleusen und überschwemmt teilweise die Strasse.

Ca. 30 km entfernt finden wir ein Motel 6. Abends erledigen wir den Papierkrieg, planen den nächsten Tag und freuen uns darauf „Heading West“ einschlagen zu können. Die Wetteraussicht ist Bestens.

Dazu mehr im nächsten Blogeintrag.

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